Aug
29
2011
Eine Stunde Unterschied zwischen Westjordanland und Gazastreifen
RAMALLAH / GAZA (inn) - Mit Beginn des islamischen Fastenmonats Ramadan hat in den Palästinensergebieten die Winterzeit begonnen. Nach dem Ramadan-Ende will die Regierung im Westjordanland die Uhren auf die Sommerzeit zurückstellen - die Hamas im Gazastreifen bleibt hingegen bei der Winterzeit.
Der Ramadan begann in diesem Jahr am 1. August. Das Fest Eid al-Fitr, das ihn beendet, feiern die Palästinenser am kommenden Dienstag. Dann soll nach dem Willen der von der Fatah dominierten Regierung in Ramallah erneut die Sommerzeit gelten - dies wurde am vergangenen Dienstag beschlossen. Doch das Büro für zivile Dienste der Hamas-Regierung in Gaza entschied am Samstag, diesen Schritt nicht mitzugehen.
Wie die palästinensische Nachrichtenagentur “Ma´an” berichtet, wird es deshalb in den palästinensischen Autonomiegebieten zwei verschiedene Zeitzonen geben.
Aug
07
2011

Herzl Memmorial Jerusalem
Von Shlomo Avineri
Theodor Herzl war kein Sozialist, doch er verstand sehr gut, dass ein revolutionäres Werk wie der Zionismus nicht gelingen kann, wenn es sich nur auf das Modell des kapitalistischen Marktes stützt. Aus diesem Grund beschreibt er in „Altneuland“ das zukünftige Eretz Israel als Wohlfahrtsgesellschaft, als einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Sozialismus.

- Theodor Herzl am Zürichsee
Er stellte sich eine Gesellschaft vor, in der die Schätze der Natur, wie Boden, Wasser und Mineralien, in den Händen der Allgemeinheit sind. Industrie und Landwirtschaft sind hauptsächlich genossenschaftlich organisiert, der Einzelhandel ist in Privathand. Die Gesellschaft sorgt für ihre Bürger für Erziehung, Gesundheitsversorgung und soziale Fürsorge, und um die sozialen Einrichtungen mit Personal zu versorgen, sind Männer wie Frauen zu einem zweijährigen Zivildienst verpflichtet. Herzl nennt diesen Mittelweg „Mutualismus“, er basiert auf den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen in Europa: Vom Kapitalismus entlehnt er für die zukünftige jüdische Gesellschaft den Grundsatz von Freiheit und Wettbewerb, aus dem Sozialismus den Grundsatz von Gleichheit und Gerechtigkeit.
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Aug
05
2011

AKKO (inn) - Amos Fröhlich und seine Nachbarn leben seit etwa 70 Jahren im Norden Israels. Die Ankunft in der neuen Heimat erfuhren sie als Rettung vor dem Holocaust. Über ihren Weg nach Schavei Zion berichtet nun die aktuelle Ausgabe des evangelischen Monatsmagazins “chrismon”.
Es ist ein Schwabendorf in Israel: Schavei Zion. Die Einwohner sind gebürtig aus Süddeutschland. Sie stammen aus Rexingen, einem kleinen Dorf im engen Seitental des oberen Neckars. Ihre Vorfahren lebten dort seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Amos Fröhlich wanderte 1938 im Alter von acht Jahren aus dem schwäbischen Bauerndorf ins damalige Mandatsgebiet Palästina aus. Dort begann er mit seiner Familie einen Neuanfang. In Deutschland hieß er Walter, erst in Israel nahm er den Namen des Propheten Amos an.
Rexingen ist der einzige Ort in Deutschland, aus dem eine ganze Gruppe Juden vor den Nationalsozialisten flüchten konnte. Schavei Zion war also ihre Rettung, ein Entkommen vor dem Holocaust.
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Aug
05
2011
SACRAMENTO (inn) - Das soziale Netzwerk Facebook will die Seiten von Holocaust-Leugnern nicht löschen. Überlebende der Judenverfolgung hatten in einem offenen Brief dazu aufgefordert.
Die Facebook-Profile von Holocaust-Leugnern sollen nicht gesperrt werden, berichtet der Nachrichtensender “n-tv” unter Berufung auf US-Medien. Es gebe keinen begründeten Anlass für das Löschen der jeweiligen Seiten. Wie Facebook-Unternehmenssprecher Andrew Noyes sagte, sei lange diskutiert worden, ob die Leugnung des Holocausts gegen die Geschäftsbedingungen verstoße.
Im Kampf gegen Verschleierung und Unwissenheit sei Zensur keine angemessene Vorgehensweise. Es gebe einen Unterschied zwischen Gewaltaufrufen und Meinungsäußerungen über Politik, Glauben und historische Ereignisse, so Noyes. Gruppen würden nur gesperrt werden, wenn Mitglieder “abscheuliche Botschaften und Drohungen” veröffentlichten.
In einem offenen Brief an das soziale Netzwerk hatten sich mehrere Holocaust-Überlebende beschwert, dass Facebook die Leugnung des Völkermords an den Juden als “Redefreiheit eingestuft und akzeptiert” werde. Anfang Juli wurde der Brief auf der Webseite des Simon-Wiesenthal-Zentrums veröffentlicht.
Das Jüdische Personenlexikon verzeichnet: Mark Elliot Zuckerberg (* 14. Mai 1984 in Dobbs Ferry im US-Bundesstaat New York) ist ein US-amerikanischer Programmierer und Internet-Unternehmer. Er ist Gründer und Vorstandsvorsitzender des Online-Netzwerks Facebook. Mark enstammt einer jüdischen Familie.
Nach einigen erfolglosen Webprojekten gründete Zuckerberg im Jahr 2004 als Student der Harvard University die Internetfirma Facebook. Im Jahr 2006 gab er sein Studium ohne Abschluss auf, um sich auf seine Aufgaben bei Facebook zu konzentrieren. 2007 stieg Microsoft mit 240 Millionen Dollar bei Facebook ein. Facebook verzeichnet derzeit 50 Millionen Benutzerprofile. 